Diese Zitate von Peter Rosegger sollten uns zum Nachdenken anregen. Gedanken seiner Zeit, die heute noch Geltung haben.

"Ich vertraue der Zukunft. Es werden Stürme kommen, wie die Welt sie noch nicht gesehen; aber wenn wir die großen Tugenden und Ideale unserer Vorfahren und der wenigen von heute, die Schlichtheit, die Opferwilligkeit, die Häuslichkeit, den Familiensinn, den Frohsinn, die Liebe, die Treue, die Zuversicht in die Zukunft hinüberzutragen vermögen, um sie neu zu beleben und zu verbreiten, dann wird es gut werden."

"Hilfreich und gut sein, das allein unterscheidet den Menschen von anderen Geschöpfen. Obzwar wir gegenwärtig in einer Epoche leben, in der es fast scheint, als ob die Brualität höher geachtet würde als die Güte und das Wohlwollen, so werden diese Merkmale der Göttlichkeit doch wieder zu Ehren kommen."

"Uns Menschen drohen die größten Gefahren von unseresgleichen."

"Es gibt Leute, die nur darum so hastig in die Zukunft hineinfliehen möchten, weil sie sich von ihrer Vergangenheit fürchten."

 

Auch der andre, der bist du

Was die Erde mir geliehen,
Fordert sie schon jetzt zurück.
Naht sich, mir vom Leib zu ziehen
Sanft entwindend Stück für Stück.

Um so mehr, als ich gelitten,
Um so schöner ward die Welt.
Seltsam, dass, was ich erstritten,
Sachte aus der Hand mir fällt.

Um so leichter, als ich werde,
Um so schwerer trag' ich mich.
Kannst du mich, du feuchte Erde,
Nicht entbehren? frag' ich dich.

"Nein, ich kann dich nicht entbehren,
Muss aus dir ein' andern bauen,
Muss aus dir ein' andern nähren,
Soll sich auch die Welt anschauen.

Doch getröste dich in Ruh'.
Auch der andre, der bist du."

 

 

 

 
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