Maria Magdalena Höfler
schreibt Lyrik, Kurzprosa, Romane, aber auch Haikus und Aphorismen in Mundart und Schriftsprache. Bereits 30 ihrer Texte sind vertont worden. Die Natur, heitere Begebenheiten und die Menschen sind immer wieder ein Thema ihrer Arbeiten.
Die Autorin liest in Graz, der gesamten Steiermark, aber auch im Rundfunk und Fernsehen. Auftritte gab es bereits in Deutschland, Kanada und Ungarn. Einige ihrer Arbeiten sind auch ins Ungarische übersetzt worden. Sie leitet zwei Schreibstuben.
Aphorismen
Die' Vergongenheit is wia a Huat -
groß gnua,
daß er sein Schottn
auf die' Gsicht wirft,
owa z'kloan,
daßd' dih druner verkriachast!
-
Wia wunderlih,
daß mar die' Donk
so wiet nochrennt -
wia guat,
daß er mih nia dawischt.
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Die Neider!
Long, long hobm s'ghoblt
an mein Lärchensoarg,
derweil schon d'Kirzn brinnen -
doh wia da Deckl zuagfolln is,
do woa ih grod net drinnen!
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War ih die Spielhahnfeder auf dein Huat,
ih drahrat mih net nochn Wind - ih!
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Die Oarmen müassn sih über die Oarmen darboarmen -
die Reichn darboarmen sih selber!
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Hima Oane schaut olle Tog in Spiagl,
ob oa Falterl zan sechn war,
ob oa weißes Hoar kam -
hima Oane schaut nia eini
und darwoart'S ah!
Bergjoahr
Ziacht's grab her van Gwänd,
geht mei Bergsumma z' End,
find koa oanzige Blüah -
is's mar dennoch vül z'früah.
Wos hätt ih olls wölln;
weithin Gipfl ohzöhln,
und in Sunnstrohl einfong',
und van Bergwind in Klong.
Des Rostn im Mias,
mit'n Tau auf die Füaß
und in Habicht sei Schrei,
san für des Joah vorbei.
So bleibt mar da Tram,
daß a neigs Bergjoahr kam -
und im Quellwosser höll,
schwimmt mei Bergsteigersööl!
Texte © Copyright Maria Magdalena Höfler