Franz Preitler - zur Homepage auf das Bild klicken.
"Ich glaube fest daran, dass man die eigenen Ziele und Träume stets vor Augen haben sollte, doch eiserne Disziplin gehört zu allem dazu. Geschichten, Gedichte und Texte liest man, weil man sich etwas davon erwartet – genau wie von einem Bild oder einer Fotografie. Meine Inspiration finde ich immer noch in der Natur und bei den Menschen."
Meine Heimat
Der Sonne entgegen
möchte ich schweben,
fremde Kulturen erleben,
um zu sehen
anderen Ursprung des Lebens,
das nicht vergebens!
Doch meiner Heimat
bleibe ich stets treu,
hier sind meine Wurzeln
und meine Vorfahren,
deren Geschichte es sei,
die mich ständig erfreu'.
Auf Wolkenwangen schweben,
auf wilden Nebeln reiten.
Herrlich ist diese Welt,
die auf Zeit uns gehört.
Nie ohne Hoffnung leben,
in der Schöpfers Herrlichkeit.
Doch meiner Heimat
bleibe ich stets treu,
befolge gut gemeinten Rat,
Nichts geht verloren, wenn man schreibt.
Auch wenn meine Gedanken reisen,
die Erinnerung ist es, die bleibt.
Auf Wolken der Sonne entgegen,
bis ich steh' vor deiner Tür.
Das Damals blüht auf allen Wegen,
meine Heimat ist ein Teil von mir.
Schreibe aus Gedanken eben
dieses Gedicht meiner Heimat dir.
Wie die Natur
Am Anfang, klar und kühlend rein,
so dynamisch und fließend,
kraftvoll geboren, wie Wasser sein.
Später, bunt und verführerisch duftend,
so blumig und klein,
erwachend, wie Blüten verlockend fein.
In Mitten, heiß und wild lodernd,
so temperamentvoll im Schein,
standhaft, wie das Feuer trocken sein.
Dem Ende zu, golden und still wärmend,
so ruhig und allein,
ausgeglichen, wie die Herbstsonne sein.
Zum Schluss, leicht und spielerisch luftig,
so groß und klein,
übersinnlich, wie der Wind vergänglich sein.
Der größte Feind
Die Welt hat keinen größeren Feind,
als den Menschen selbst.
Es gibt sonst niemanden, der solch Leid
und Unrecht ihr zuzufügen vermag.
Trotzdem erneuert sie sich ständig,
die Natur wacht immer wieder auf.
Jedoch lernt der Mensch nicht daraus,
zerstört sein Glück und das Gut der anderen.
Er bekämpft Unrecht mit Unrecht,
wird immer mächtiger gegen die Welt.
Nie genug
Wir streben nur nach ganz oben, weil unten
das Herz sich womöglich verirrt.
Wir suchen das Rampenlicht, weil im Dunkeln
man sich leichter verliert.
Wir kaufen alles um jeden Preis
werden trotzdem nicht statt.
Wir fordern und fordern zu viel, werden
dem Verlangen nicht matt.
Wir suchen ständig nach Geltung, wissen nicht
wann dem endlich genug.
Wir wollen mehr als nur Geld, lassen uns
so täuschen von Lug und Betrug.
Wir verlangen nach Liebe und Treue,
können die Worte kaum verstehen.
Wir schließen oft die Augen bei Armut,
um nicht hinzusehen.
Wir verwenden jegliche Mittel, um uns
die Zeit zu vertreiben.
Wir haben Angst vor dem Alter, machen alles
um ewig jung zu bleiben.
Doch ist es soweit und steht unser Ende bevor,
falten wir die Hände, blicken in Ehrfurcht empor.
