Alina Stoica

Zauberland und mein Stern

Vielleicht irgendwann...


„Willst du die Weiten des Ozeans sehen?“
habe ich dich vor einer Weile gefragt.
„Vielleicht irgendwann, wenn ich Urlaub habe“,
hast du ohne nachzudenken gesagt.

„Hast du nicht Lust mit mir zu verreisen?“
wollte ich wissen, als ich die Ferien plante.
„Jetzt geht es nicht, hab zuviel um die Ohren,
vielleicht irgendwann, wenn ich mehr Zeit habe.“

„Magst du mit mir zum Skifahren kommen?“
lud ich dich vor einigen Wochen ein.
„Ist sehr ungünstig, mein Job ist zu wichtig,
vielleicht wird es irgendwann passender sein.“

Ich reiste ins Blaue, fuhr in die Berge,
erlebte soviel, hatte Spass für uns zwei;
stets wünschte ich dich an meiner Seite,
die herrlichen Tagen gingen zu schnell vorbei.

Ich kehrte zurück voller neuer Eindrücke,
mochte am liebsten alle gleich mit dir teilen;
vom Bahnhof aus rief ich ein Taxi,
wollte ohne ein Umweg zu dir eilen.

Bei dir angekommen, sah ich deine Mutter,
die Augen verweint, ihr Blick war so leer,
mit zitternden Schritten lief sie mir entgegen,
sie sagte mir, dich gäbe es nicht mehr.

Ich war wie betäubt, ich konnte nicht atmen,
zunächst glaubte ich, an einen schlechten Scherz;
nur langsam begann ich, den Sinn zu begreifen,
ich spürte in mir einen lähmenden Schmerz.

Die Erinnerungen steigen auf wie ein Schatten,
wir wollten doch gemeinsam noch soviel erleben;
ich wollte mit dir unseren Träumen nachjagen,
an dich einen Teil meiner Freude abgeben.

Die Traurigkeit wächst unaufhaltsam in mir,
es ist ungerecht, wie schnell die Zeit doch vergeht,
ich höre dich sagen „vielleicht irgendwann...“
und mir wird langsam klar, dafür ist es zu spät....

Du, mein Traum

Du bist der schönste Traum auf Erden,
die Stimme meiner Fantasie,
die nach mir ruft, mit zarten Klängen,
wie eine leise Melodie.

Du bist das Licht meiner Gedanken,
das mir den Weg im Dunkeln weist,
dessen sehnsuchtsvolle Strahlen,
wie Schmetterlinge mich umkreist.

Du bist die Vision von Liebe,
die mir erschien bei tiefster Nacht,
die mich verfolgt im Glanz der Sterne
bis die Morgendämmerung erwacht.

Du bist das Echo des Verlangens,
das durch die Stille zu mir dringt,
das all die Sorgen von mir forttreibt
und meine Ängste sanft bezwingt.

Du bist für mich der Sinn des Daseins,
der Atemzug, der mich belebt,
im Zauber unendlicher Gefühle
mein Körper wild vor Lust erbebt.

Du bist in meine Welt getreten,
aus der Unendlichkeit erwacht,
geheimnisvolle Zukunftsträume,
gesponnen aus dem Duft der Nacht.
 
Sommertraum

Glücklich lachend rannten wir
über Wiesen, Hand in Hand,
erschöpft versanken wir uns küssend
in den heissen Meeressand.

Himmelblau in deinen Blicken,
in deinem Lächeln Sonnenschein,
Rosenduft auf deinen Lippen,
verzaubert war mein ganzes Sein.

Wogen seligen Verlangens,
Stunden voller Zärtlichkeit;
hochgeflogen zu den Sternen
auf Flügeln der Unendlichkeit.

Leiser Abschied unter Tränen,
Herzen auseinander gleitend,
leere, sehnsuchtvolle Augen,
lautlos in der Stille weinend.

Eingerahmt in meiner Seele,
nahm ich mit ein Bild von dir;
und in einsamen Momenten
stahlst du dich im Traum zu mir.

Erinnerungen sanft verblassend,
verloren im Monsun der Zeit;
doch der Zauber diesen Sommers,
bleibt unsere Ewigkeit!
 

Texte © Copyright Alina Stoica

 
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